„Das THW ist mehr als Erbsensuppe“

SPD: Nancy Faeser und Cirsten Kunz im Gespräch mit dem THW

“Das THW macht eine wichtige Arbeit. Das wird leider viel zu selten wahrgenommen. Die Helferinnen
und Helfer sind immer auf Abruf und müssen dieses zeitintensive Ehrenamt mit ihrem Beruf, den
Familien und den Hobbys vereinbaren. Das THW ist viel mehr als nur der Verkauf von Erbsensuppe
auf Festen“ fasste Cirsten Kunz ein Gespräch mit dem THW Wetzlar zusammen. Gemeinsam mit
Generalsekretärin Nancy Faeser hatte sie den Wetzlarer Ortsverband besucht.
Zuvor verteilten sie auf dem Wetzlarer Wochenmarkt in der Bahnhofsstraße Flyer und kamen mit
Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Anschließend fand ein Gespräch mit dem Wetzlarer
Ortsverband des Technischen Hilfswerks gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Dagmar
Schmidt, dem Landtagsabgeordneten Stephan Grüger und Stadtrat Jörg Kratkey statt. Der
Ortsbeauftragte des THWs, Jens Blohmann, erklärte, unterstützt von Kameradinnen und Kameraden
des THW, den Politikerinnen und Politikern die Arbeit des Ortsverbandes Wetzlar. Dabei wurde
deutlich wie vielfältig das THW aufgestellt und aktiv ist. In den vergangenen Jahren konnte der OV
Wetzlar wieder mehr Helfer, aber auch deutlich mehr Helferinnen gewinnen. In der Ausbildung, der
Verwaltung, Küche, Jugend, Öffentlichkeitsarbeit, in Einsätzen bis hin zum Schrauben an den
Fahrzeugen und noch weiteren Bereichen sind gegenwärtig 105 Personen aktiv. Dabei dient das THW
auch als Ort der Begegnung, denn dort ist die Gemeinschaft wichtig und nicht woher man kommt.
Besonders sind die Sondereinheiten zur örtlichen Gefahrenabwehr, die in den Bereichen Transport,
Räumen, Beleuchtung, aber besonders auch der Versorgung einsatzfähig sind. Die Kosten für diese
Arbeit wird nicht durch Bundesmittel finanziert, da sie die grundlegende Arbeit des THW nicht direkt
betreffen, sind aber trotzdem eine sehr wichtige Säule der Arbeit des Hilfswerkes. Da die
Einsatzhäufigkeit im Bereich der örtlichen Gefahrenabwehr hoch ist, ist es eine relevante
Einnahmequelle. Dagmar Schmidt betonte, dass die Mittel für das THW in den letzten Jahren deutlich
aufgestockt wurden und, dass eine Koordination der Hilfswerke im Kreis wichtig ist, um die
Infrastruktur bestmöglich zu nutzen.
Nancy Faeser, Sicherheitsexpertin der SPD, machte deutlich, dass die Popularität der Arbeit des
THWs leider nicht groß genug sei, dabei sei dies eine wichtige, ohne die wir alle weniger sicher leben
würden.
Der THW leistet aber nicht nur einen Beitrag zur Sicherheit in der Region, sondern ist auch im
Ausland tätig oder hilft bei größeren Katastrophen. So waren zwei Kameraden des Wetzlarer
Ortsverbandes bei dem Moorbrand in Meppen mit ihrer Ausrüstung im Einsatz.