„Die Landesregierung steht in der Pflicht!“

Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Waldsolms besichtigte die Landtagskandidatin der SPD, Cirsten Kunz den Teil des Waldsomser Waldes, der bewirtschaftet wird, und informierte sich über die Konsequenzen des Ausstieges von HessenForst aus der Vermarktung und der Bewirtschaftung der kommunalen Wälder.

Das Waldgebiet der Gemeinde Waldsolms umfasst knapp 2000 Hektar Wald. Durch die Entscheidung der schwarz-grünen Landesregierung die Vermarktung der kommunalen Wälder nicht länger zu übernehmen, stehen die Kommunen alleine vor dieser Aufgabe. Bisher hat der Landesbetrieb HessenForst die kommunalen Wälder eben nicht nur bewirtschaftet, sondern auch den Verkauf des Holzes für die Kommunen organisiert. Aufgrund einer Kartellrechtsentscheidung aus Baden-Württemberg fürchtet die CDU-geführte Landesregierung nun Konsequenzen für Hessen und lässt die Kommunen – einmal mehr – im Regen stehen. Der Zeitraum für den Übergang setzt die Kommunen unter Druck, möglichst schnell eine Lösung zu finden.

In Waldsolms geht es um jährliche Gewinne zwischen 60.000 und 100.000 Euro, die bei einem Ausfall anderweitig zu erwirtschaften wären. Eine Vermarktung des Holzes durch die Kommunen direkt birgt das Risiko, dass die Kommunen als einzelne Vermarkter schlechtere Preise am Markt erzielen und mit zusätzlichem bürokratischem Aufwand belastet werden.

„Es geht nicht nur um die Vermarktung, sondern auch um den Erhalt des Waldes.“, fasste Landtagskandidatin Cirsten Kunz zusammen, nachdem Bürgermeister Bernd Heine auf eine Stelle im Wald gewiesen hatte, in der der Borkenkäfer Fichten schädigt. Bis zum 31.12. muss gemeldet werden, was verkauft werden soll. Es sei aber nicht abzusehen, wo und welche Schäden der Borkenkäfer in diesem Waldgebiet anrichten werden. Das sieht man erst im Frühjahr, also nach Ablauf der Frist. Das betroffene Holz muss trotzdem eingeschlagen und verkauft werden.

„Die Landesregierung steht in der Pflicht, eine verträgliche Lösung im Sinne der Kommunen zu finden. Es kann nicht sein, dass die Kommunen, wie schon so oft, die kommunalfeindliche Politik der Landesregierung ausbaden müssen.“, stellte Kunz zum Abschluss fest.