Lebenshilfe übernimmt vielfältige Aufträge aus der regionalen Wirtschaft

Was wird in der Werkstatt der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg gleich um die Ecke gefertigt? Davon machte sich Cirsten Kunz, Landtagskandidatin der SPD, vor Ort ein Bild. Herzlich begrüßt wurde sie dort von Markus Liebendörfer, Martin Rada und Thomas Böhm. Diese nutzen die Möglichkeit die Herausforderungen zu schildern, vor denen eine Einrichtung wie die Lebenshilfe-Werkstatt aufgrund einiger Neuerung durch das Bundesteilhabegesetzes steht. Ziel dieses Gesetzes ist es, die Teilhabe und die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung zu stärken und Inklusion zu ermöglichen.

Cirsten Kunz unterstrich die Bedeutung von Leuchtturmprojekten: „Inklusion, dass alle ganz selbstverständlich dazu gehören, wird in Schule und Arbeitsmarkt nur gelingen, wenn entsprechende Projekte als Erfolgsmodell wahrgenommen werden. Wir sind uns einig, die Zweiflerinnen und Zweifler werden wir nur überzeugen, in dem wir zeigen, dass es geht.“. Eines dieser Leuchtturmprojekte ist sicherlich die Außenarbeitsgruppe, die bei Ikea tätig ist. „Auch Inklusion an den Schulen ist eine wichtige Stellschraube, denn wenn man sich von Anfang an kennt, weiß, dass Menschen unterschiedlich sind, dies aber von Anfang an als das wahrnimmt, was es ist, nämlich vollkommen normal, werden Berührungsängste gar nicht erst entstehen.“, so Kunz weiter.

 

Bei der Betriebsbesichtigung konnte sich die SPD-Landtagskandidatin ein Bild davon machen, wie unterschiedlich die Auftragsarbeiten sind, die die Lebenshilfe Werkstatt für zahlreiche unterschiedliche Unternehmen erledigt. Hier werden unter anderem Teile für Automobilzulieferer oder die Optikindustrie bearbeitet, Zeckenzacken zusammengebaut oder die Einzelteile für Ameisenaquarien zusammengepackt.  In der Wetzlarer Werkstatt befindet sich außerdem eine Tagesförderstätte für Menschen mit schwerer Mehrfachbehinderung. Im Rahmen der individuellen Möglichkeiten wird auch hier die Teilhabe an der Arbeit der Werkstatt ermöglicht. Denn, so waren sich die Beteiligten einig, in unserer Gesellschaft gehört Arbeit zur Teilhabe und zur Selbstbestimmung dazu.